Andy S. Falkner: Der Generalsekretär

Science Fiction Roman

Megalomane und Gigantophobe, Band 30, 1995/2005

ISBN: 9781549940408

Amazon · Paperback: Amazon · ungarisch

Andy S. Falkner: Der Generalsekretär

Wer möchte nicht Herrscher über die Welt sein?

Na ja, wer ehrlich zu sich selbst ist, sieht sofort ein, dass er damit (sogar auch sich selbst) deutlich mehr Schaden als Nutzen anrichten würde. Wenn schon Wünsche erfüllt werden, sollen wir zur Macht gleich wie Salomo Weisheit, aber auch Geld, Freunde, Mittel für die Durchführung unserer Entscheidungen verlangen, aber hauptsächlich, dass wir von dem in uns wohnenden Egoismus, von der Aggression, Unersättlichkeit, Bosheit frei werden. Nur ein Supermensch ist fähig, mit der Verantwortung fertig zu werden, die zur Vollmacht gehört.

In der Person des Generalsekretärs erfüllt sich der Wunschtraum vieler Menschen (und in erster Linie des Autors). Infolge einer Genmutation dient jener Teil seines Gehirns, wo andere ihr Unterbewusstsein, Ihre Emotionen tragen, seiner Intelligenz. Seine besonderen Fähigkeiten verbirgt er bewusst von seiner Kindheit an, und entwickelt mit seiner Zwillingsschwester eine eigene Sprache, eigene Subkultur. Er versteht die Gedanken seiner Mitmenschen nicht durch mystischen Hokuspokus sondern durch geistige Leistungsfähigkeit: Er durchblickt die Motivation ihrer Handlungen. Infolge seiner jüdischen Abstammung und Verbindungen gewinnt er in erster Linie einen wirtschaftlichen, später als Generalsekretär der UNO einen unbeschränkten politischen Einfluss. Als ein von jeder Emotion und Machtsucht freier Mensch entscheidet er sich rein intellektuell, seine Fähigkeiten in den Dienst der Menschheit zu stellen. Mit seiner Schwester-Partnerin, später mit ihren künstlich gezeugten Kindern wollen sie eine vernünftige Welt aufbauen.

Reichen wohl dafür die reine Vernunft und die volle Freiheit vom Egoismus? Oder gibt es noch andere, überrationale Faktoren in der Geschichte der Menschheit, die aus dem Blickwinkel des Generalsekretärs herausrutschen? Die in die Zukunft von zwei Generationen projizierte Geschichte gibt einen Einblick in die Möglichkeiten der technischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung. Sie enthält wissenschaftlich begründete Ideen des Autors wie das Riesenkraftwerk in der Sahara, durch das die Sonnenenergie an die Stelle des Erdöls tritt; das »Bakmittel« und »Speßfud«, die die Probleme der Lebensmittelversorgung lösen, oder das »Alton«, das den Alkoholismus für die Eindämmung der demografischen Explosion nutzt. Unter anderen lernen wir die »Fiction Science« (die populäre Version von fantastisch-wissenschaftlichen Publikationen) kennen, die Chaostheorie, Prophetien über den Antichristen, die schönsten Skigebiete Europas und die die Kommunikation reformierende Kerbschrift auf elektronischem Papier. Des Weiteren reflektiert der Roman die vielleicht auch für den Leser nicht uninteressanten Ansichten eines Amateur-Autors, den in Deutschland lebenden gebürtigen Ungaren (hauptberuflich Informatik-Professor) über die Welt, über Moral, über die Normen des Zusammenlebens, über Gott.

Suchwörter: Macht, Jude, Christ, Wissen, Mutation, Intelligenz, Geld


Megalomane und Gigantophobe

Band 31: Künstliche Evolution

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