István, a király (Stephan der König, 1984, H)

Rockoper
Musik: Szörényi Levente (Veled, uram; Árpád népe; Atilla, Isten kardja; Az oroszlán ugrani készül; Egy szerelem három éjszakája)
Autor: Boldizsár Miklós
Regie: Koltay Gábor (Atilla, Isten kardja; Honfoglalás)

en.Wikipedia

István, a király

Ich empfinde es fast als eine persönliche Beleidigung, dass IMDB keinen Poster zum Film enthält und die deutsche Wikipedia keinen Eintrag. Na klar, die Rockoper hat nur für Ungaren eine tiefe Bedeutung. Mitten im Gulaschkommunismus war sie das Symbol einer nationalen Erweckung (von der sie in der Zwischenzeit schon weit zu viel haben). Die Musik der damals populärsten Szörényi Levente war ebenfalls Symbol der Befreiung von der ideologisch bestimmten offiziellen, kitschigen Tanzmusik. Das allerdings schon seit 20 Jahren – im Jahre 1984 war es mit dem System schon so weit, dass István, a király landesweit gefeiert und unbegrenzt gespielt werden durfte. Bis dahin ist auch ein Aspekt geworden, dass man damit ein nie dagewesenes Geschäft machen konnte.

Neben der Musik ist der historische Ansatz interessant. Der Autor Boldizsár Miklós ist ein Wissenschaftler, der in seinem Theaterstück Ezredforduló den Konflikt zwischen den nationalistisch-heidnischen alten Machthabern (Stammesfürsten) und der modern-europäischen Christentum (vertreten durch den König Stephan) aufgearbeitet wird. Damit wurde die Basis für die Konflikte im heutigen Ungarn (zwischen Nationalismus und Europa) gelegt, wobei sich das Katholische zum Nationalistischen verschoben hat und das Heidnische nur vereinzelt auf obskurer Weise (z.B. bei Szörényi Levente) auftritt.

Die Filmaufnahmen sind ziemlich schwach; in der Zwischenzeit gibt es neuere und bessere. Aber die Original-Aufführung ist musikalisch nach wie vor die beste.

Meine Bewertung auf der Skala zwischen 1 und 9:

9


in der Zwischenzeit schon 


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