Vincent & Theo (1990, NL)

19.09.2012

Biography
Regie: Robert Altman

Filmdatenbanken.Wikipedia

Vincent & Theo

Ein außergewöhnlich vielschichter und reichhaltiger Film. In erster Linie ist natürlich Biographie: Vincent van Gogh ist zusammen mit Monet die Nr. 3 in meiner persönlichen Rangliste, nach Renoir und Dalí. Hoffentlich authentisch: Viele bekannte Namen und Gemälde tauchen nur so nebenbei im Film auf und es wäre z.B. interessant zu wissen, ob dieses oder jenes heute schon bekanntes Bild (z.B. von Renoir) tatsächlich in Theos Galerie vorgekommen war, oder ist es nur künstlerische Freiheit des Filmemachers. Unauthentisch wirkt jedoch, wenn im Film ein Niederländer in Frankreich auf Englisch an die Wand schreibt.

Aber (wie der Titel auch besagt) nicht nur, da er nicht mit dem Tod des Malers zu Ende ist: Sein Bruder Theo überlebt ihn nur um ein Jahr. Er ist also auch ein Brüderdrama. Aber auch Impressionismus filmisch: Robert Altman versucht genial, mit impressionistischen Elementen nicht einen impressionistischen Film, sondern einen Film über Impressionismus zu machen. Dann noch Homosexualität (glücklicherweise nur ein kurzer Anfall), Vaterkonflikt, Frauen, usw. – all das in ein Komplex zusammengefügt, die dann die Frage aufwirft: Müssen Genies immer so unglücklich (und verrückt) sein? Die Antwort: der vernunftbegabter Geschäftsmann Theo ist auch nicht besser dran.

Ein bisschen doch langweilig. Schade, dass ich eine relativ schlechte DVD-Qualität habe. Auf BlueRay hätte er mir wahrscheinlich noch besser gefallen.

Meine Bewertung auf der Skala zwischen 1 und 9:

6


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