The Grace Card (2010, USA)

21.08.2012

Drama
Regie: David G. Evans

Filmdatenbanken.Wikipedia

The Grace Card

Die Amateurschauspieler stören mich etwas bei diesen christlichen Filmen, obwohl sie offenbar keine sind; nur bin ich halt von den Hollywood-Filmen an was Besseres gewöhnt. Aber Hollywood würde nie so einen Film produzieren – selbst Sony Pictures hat sich in am Anfang des Films von seinem Inhalt distanziert. Sie müssen das, um von der liberalen Intelligentsia nicht mit Fundamentalismus beschuldigt zu werden. Daher erreicht der Film nur ein Nischenpublikum (obwohl christliche Unterhaltung in den USA ein starkes Marktsegment ist) und eine Kamelverteilung in der Bewertung bei IMDB (korrekt hieße es Dromedarverteilung, weil Kamele nur einen Buckel haben): ganz viele 10er und ganz viele 1er, wenige in der Mitte. Das Land (die Menschheit) ist gespalten um die Person Jesus Christus: Die einen werden begeistert, die anderen nervös.

Der Film spricht genau die Thematik an und zeigt den Weg vom einen ins andere Lager: an der eigenen Grenze, in der extremen Not. Einleuchtend; schade, dass es (meistens) nicht leichter geht. Daher ist die Geschichte nicht schlecht; sie ist auch komplexer und differenzierter als manche ähnlich gelagerte Geschichten. Allerdings mit kitschigen Zügen: Das Leben von gläubigen Familien ist nicht so problemlos wie dargestellt und die Kirche wird plötzlich auch nicht so voll durch eine (wenn auch noch so) gute Tat. Aber gleich die persönliche Herausforderung: Würde ich meine Niere hergeben? Höchstens wenn Gott das mir so eindeutig sagt, wie dem schwarzen Polizisten-Pastor im Film.

Meine Bewertung auf der Skala zwischen 1 und 9:

9


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