In einem Jahr mit 13 Monden (1978, D)

07.07.2012

Drama
Regie: Rainer Werner Fassbinder
Edition: Arthaus / Zweitausendeins

In einem Jahr mit 13 Monden

Arte hat neulich eine Fassbinder-Serie gesendet von ich habe sie alle aufgenommen. Was man nicht bereit ist, sich für seine Bildung anzutun! Auch dieser hat gleich mit einer ekligen Homoszene angefangen, und wurde dann an einem Schlachthof fortgesetzt, wo den Rindern in den 70er Jahren noch per Hand die Hälse durchschnitten wurden. Das letztere war nicht weniger eklig, aber doch ganz interessant, weil ich an dieser Stelle unter keinen Phobien leide. Dann habe ich gleich auf doppelte Geschwindigkeit geschaltet, obwohl man so die Dialoge nicht so gut versteht. Aber bei gelegentlichem Zurückschalten auf 1,5 (mit der ich die meisten solcher Filme angucke) habe ich festgestellt, nichts versäumt zu haben.

Armer Fassbinder! Arme Frankfurter in den Siebzigern! Er versucht ihr Elend von damals (und später) auf eine besonders künstlerische Weise zu artikulieren, aber was herauskommt, ist nur das Elend. Damals waren seine besonderen Kamerastellungen noch revolutionär, heute schon Alltag. Damals wurde er noch für seine Mut gefeiert, seine Bisexualität offen auszuleben, heute ist es schon langweilig. Wie der ganze Film, trotz der angeblichen Genialität von Rainer Werner Fassbinder. 

Meine Bewertung auf der Skala zwischen 1 und 9:

3


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